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23. Oktober. Auf dem Heldenplatz wirft eine hunderttausend Personen zählende Menge das 25 Meter hohe Stalindenkmal vom Sockel und haut es in Stücke.


Geza Bankuty (Sportler):

Wir fuhren zum Stalindenkmal. Als wir dort ankamen, war noch keine lebende Seele zu sehen. Aber schon begannen sich dort die ersten Leute zu versammeln. In der Menge konnte man sowohl einen Milizionär, einen Sicherheitsbeamten, einen Funktionär des Grenzschutzes und viele, viele andere ausmachen. Die Menge vereinigte sich und rief wie aus einem Munde: “Das Denkmal umstoßen! Russen nach Hause, Russen nach Hause!”.


Sandor Kopacsi (Polizeichef von Budapest):

[Die Demonstranten] warfen [...] ein dickes Stahlseil um den Hals der 25 Meter hohen Stalinfigur, andere brachten auf Lastwagen Sauerstoffflaschen und Metallschneidbrenner herbei und begannen die Bronzefüße des Denkmals zu bearbeiten. [...]

Eine Stunde später fiel die Statue vom Sockel auf den Heldenplatz. Dank der Vorsicht der Menschen ging es ohne Opfer ab, niemand trug auch nur die geringsten Verletzungen davon.