Ende Juni kommt es zu den ersten Verhaftungen von Teilnehmern der Posener Ereignisse. Nach ersten, brutalen Verhören werden die Verhafteten in Gefängnisse gebracht.
Im September und Oktober finden Gerichtsverhandlungen gegen Personen statt, die an den “Posener Vorkommnissen” teilgenommen hatten. Drei am Verprügeln eines Staatssicherheitsbeamten Mitbeteiligte werden zu Freiheitsstrafen zwischen 4 und 4,5 Jahren verurteilt.
Janina Janowska-Lasecka (Teilnehmerin an den Posener Ereignissen):
Die schlimmsten Verhöre gab es in der Kochanowskistraße. Nie werde ich vergessen, wie eine Zigeunerin aus meiner Zelle, ein sehr schönes Mädchen, zum Verhör geholt wurde. [...] Als sie zurückkam, hatte sie keine Zähne im Oberkiefer mehr. Wir konnten nur mit Mühe von ihr erfahren, daß sie zufällig bei der Eroberung des Gefängnisses dabeigewesen war. Sie wurde schrecklich massakriert. Zum Verhör wurden wir zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten geholt. Den Gang entlanggehend, erstarrte ich jedesmal vor Angst zu Eis. Aus den Räumen, an denen ich vorbeikam, waren so unmenschliche Schreie und Gebrüll zu hören wie in einem Schlachthaus.
[...] Von all dem hat uns Gomułka befreit. Ich hatte keinerlei Prozeß oder Gerichtstermin. Aber in diesen wenigen Monaten war ich um Jahre gealtert.










