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Ende Oktober – Anfang November. Ungarn erhält Hilfe aus Polen (Blut, Medikamente, Lebensmittel).


Anna Retmaniak
(Rundfunkjournalistin, begleitete als Sonderbeauftragter des Polnischen Rundfunks den ersten Hilfstransport aus Polen):

Wir trugen Kartons mit Verbandstoffen, Milch und Büchsen. Die Ungarn nahmen uns herzlich auf und sagten:

“Es lebe Polen, es lebe die polnisch-ungarische Freundschaft, wir werden frei sein, sorgt euch nicht, daß das eine schwere Zeit ist, wir  werden damit fertigwerden, alles wird gut”.

Wo immer ich war, überall bin ich ungeheurem Wohlwollen und Herzlichkeit begegnet.


Wiktor Woroszylski
(Schriftsteller):

Donnerstag, 8. November

[...]

In dieses Krankenhaus waren wir zufällig gelangt. Eine in der Nähe des Fischerturms angetroffene Krankenschwester hatte uns hingeführt.

Ein ungewöhnliches Krankenhaus: unter der Erde verborgen, dicht umgeben von einem Mantel aus Stahlbeton. Er war vor einem Dutzend Jahren als Militärlazarett entstanden und nach 1945 nicht mehr benutzt worden. [...] In einem der Krankensäle sehen wir, wie aus gläsernen Rohren lebensspendendes Blut in die Adern eines tödlich entkräfteten Mannes fließt.

“Das ist polnisches Blut”, sagt die Ärztin.