Oktober-November. In ganz Polen werden Geld- und Medikamentensammlungen sowie Blutspendeaktionen für die Ungarn organisiert.
Die Tageszeitung “Życie Warszawy” vom 30. Oktober 1956:
[...] Vor dem Polnisch-Ungarischen Institut in Warschau haben Studenten der hauptstädtischen Hochschulen am 29. [Oktober] eine Ehrenwache aufgezogen. Auf einer am Gebäude befestigten ungarischen Nationalflagge stehen die Worte: “Wir huldigen dem ungarischen Volk”.
Unterhalb dieser Flagge brennen auf dem Bürgersteig zahlreiche Kerzen, und daneben steht eine provisorische Dose mit der Aufschrift: “Für Medikamente für das ungarische Volk”.
Edmund Taszer (Vorsitzender des ZiSPO-Betriebsrates):
In Poznań wurde die Losung ausgegeben: Wir wollen unseren Brüdern in Ungarn helfen! Wie konnte man Hilfe leisten? Mit Blut! Wir werden Blut spenden! Wir riefen die Leute in den Betrieben auf, sich in den Blutspendestationen zu melden. Wir spendeten 50 Liter Blut. Es wurde beschlossen, daß unsere Abordnung nach Ungarn fährt. [...]
In Budapest werden wir am Bahnhof schon erwartet und ins Gesundheitsministerium gebracht, wo das Blut von uns in Empfang genommen wurde.












